Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland ist charakterisiert durch eine Zweiteilung in individuelles Arbeitsrecht und kollektives Arbeitsrecht.

Unter individuellem Arbeitsrecht versteht man in erster Linie das Verhältnis zwischen dem einzelnen Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber. Das individuelle Arbeitsrecht wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher nationaler Gesetze und europarechtlicher Bestimmungen geregelt.

Zu den wichtigsten Themen des individuellen Arbeitsrechts gehören:

• Kündigungsschutz
• Überstunden/zulässige Arbeitszeit
• Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
• Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld etc.)
• Berufsausbildung
• Urlaub
• Erziehungsurlaub = Elternzeit
• Mutterschutzbestimmungen
• Anspruch auf Teilzeitarbeit
• Mobbing
• Zulässigkeit befristeter Arbeitsverhältnisse
• Altersteilzeit
• Rechte der Arbeitnehmer in Insolvenzverfahren
• Betriebliche Altersversorgung
• Prüfung und Gestaltung von Arbeitsverträgen

Das kollektive Arbeitsrecht regelt im Wesentlichen das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Interessenvertretern der Arbeitnehmer (Betriebsrat/Personalrat). Hierzu gehören Reichweite und Grenzen der Mitbestimmung des Betriebsrates in personellen, sozialen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, ordnungsgemäße Durchführung von Betriebsratswahlen, Anspruch der Betriebsratsmitglieder auf Materialien und Schulungen.

Ebenso gehören Fragen der Auslegung von tarifvertraglichen Bestimmungen in diesen Bereich. Das kollektive Arbeistrecht wirkt also an vielen Stellen direkt auf das individuelle Arbeitsverhältnis ein.

Das Arbeitsrecht ist eine sehr komplexe Materie. Es gründet sich auf den folgenden Rechtsquellen: Europarecht, bundesdeutsches Recht, Verordnungen, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Arbeitsverträge.

Da es in Deutschland kein Arbeitsgesetzbuch gibt, finden sich die einschlägigen Regelungen verstreut in den verschiedensten Gesetzen. Darüber hinaus hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) den Arbeits- und Tarifvertragsparteien mit einer Vielzahl von Entscheidungen Regeln vorgegeben.

Das Arbeitsrecht nähert sich dadurch schon fast dem aus dem englischsprachigen Raum bekannten „case law“ an.
Nur ein Anwalt, der diese Rechtsprechung kennt und jede Änderung verfolgt, bietet die Gewähr für optimale Betreuung auf dem Gebiet des Arbeitsrechts.